Original-Artikel: www.gesundheitsinformation.de/rezeptfreie-schmerzmittel-sicher-anwenden; Dr. Frank Kleis, www.apoheide.de; www.aok.de/rezeptfreie-schmerzmittel, 06/2023
Chiropraktik & manuelle Therapie in Hilden
Ob Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder akute Gelenkbeschwerden – viele Menschen greifen in solchen Situationen schnell zu frei verkäuflichen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Paracetamol, Diclofenac oder ASS.
Diese Medikamente können kurzfristig zuverlässig Schmerzen lindern. Sie ersetzen jedoch keine Behandlung der eigentlichen Ursache, insbesondere wenn Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates bestehen.
In meiner Praxis für Chiropraktik, Osteopathie und manuelle Therapie in Hilden sehe ich immer wieder Patienten, die über längere Zeit Schmerzmittel einnehmen, ohne dass die zugrunde liegende funktionelle Ursache ihrer Beschwerden behandelt wurde.
Wie Schmerzmittel wirken
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Diclofenac und ASS hemmen bestimmte Botenstoffe (Prostaglandine), die an Schmerz- und Entzündungsprozessen beteiligt sind. Dadurch werden Schmerzen zwar reduziert, gleichzeitig werden aber auch natürliche Schutzmechanismen im Körper beeinflusst.
Paracetamol dagegen geht einen anderen Weg. Es wirkt hauptsächlich im zentralen Nervensystem bzw. Gehirn und dämpft dort die Schmerzwahrnehmung. So, als ob jemand die Lautstärke der Schmerzsignale herunterdrehen würde. Es lindert Schmerzen und Fieber, hat aber kaum entzündungshemmende Eigenschaften.
Schmerzmittel und der Bewegungsapparat
Gerade bei Beschwerden des Bewegungsapparates – etwa Rücken-, Nacken- oder Gelenkschmerzen – ist es wichtig zu verstehen:
Schmerzmittel unterdrücken Symptome, beheben aber keine funktionellen Ursachen wie:
- Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule
- muskuläre Dysbalancen
- Blockierungen oder Fehlbelastungen
- fasziale Spannungen
In der chiropraktischen und manuellen Therapie steht genau diese Ursachenebene im Mittelpunkt.
Risiken bei häufiger Einnahme
Bei längerer oder unsachgemäßer Anwendung können Schmerzmittel Nebenwirkungen haben, insbesondere:
- Magen- und Darmschleimhautreizungen
- Belastung von Leber und Nieren
- erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (je nach Wirkstoff)
Paracetamol gilt zwar als magenfreundlicher, kann jedoch bei Überdosierung die Leber stark belasten.
Wichtige Grundregeln im Umgang mit Schmerzmitteln
- Schmerzmittel nicht länger als wenige Tage ohne ärztlichen Rat einnehmen
- Tageshöchstdosis unbedingt beachten
- Vorsicht bei Kombinationspräparaten (z. B. Erkältungsmittel)
- Nicht auf nüchternen Magen einnehmen (insbesondere NSAR)
- Kein Alkohol in Kombination mit Schmerzmitteln
- Bei Vorerkrankungen Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Schmerzen sind ein wichtiges Warnsignal des Körpers. Eine medizinische Abklärung ist besonders wichtig bei:
- anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden
- sehr starken, plötzlich auftretenden Schmerzen
- neurologischen Symptomen (z. B. Taubheit, Lähmungen)
- Blut im Stuhl oder starken Magenbeschwerden
- häufigem Schmerzmittelgebrauch
Fazit: Symptome lindern – Ursachen behandeln
Frei verkäufliche Schmerzmittel sind Medikamente, die, wenn sie temporär und richtig eingesetzt werden, helfen können akute Beschwerden zu lindern und den Alltag zu bewältigen. Doch ihre Verfügbarkeit ohne Rezept sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um wirksame Arzneimittel mit ernstzunehmenden Nebenwirkungen handelt. Deshalb gilt: Bewusste Nutzung, Regeln beachten und bei Unsicherheit den Rat eines Arztes oder Apothekers einholen.
Und bei Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates beachten, dass diese auch funktionelle Ursachen haben können.
Deshalb kombiniere ich in meiner Praxis in Hilden Chiropraktik, Osteopathie und manuelle Therapien um genau diese Ursachen zu erkennen und zu behandeln – mit dem Ziel, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen nachhaltig zu reduzieren.
