Original-Artikel: www.schmerzgesellschaft.de (Autor: Hans-Günter Nobis)
Schlafmangel und Schmerzempfinden
Wie Schlaf unser Schmerzempfinden beeinflusst?
Wir verbringen etwa ein Drittel unseres Lebens schlafend. Schlaf gehört zu den wichtigsten Regenerationsprozessen unseres Körpers. Bereits wenige Nächte mit zu wenig Schlaf können zu Konzentrationsstörungen, verringerter Leistungsfähigkeit und einer langsameren Reaktionsgeschwindigkeit führen.
Langfristiger Schlafmangel wird darüber hinaus mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebracht – darunter Depressionen, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine geschwächte Immunabwehr.
Was viele Menschen dagegen nicht wissen ist, dass Schlaf auch einen direkten Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung hat.
Warum Schlafmangel Schmerzen verstärken kann?
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Schlafmangel die Schmerzverarbeitung im Gehirn beeinflusst. Wer schlecht schläft, nimmt Schmerzen häufig intensiver wahr als ausgeruhte Menschen.
Gleichzeitig gilt auch das Gegenteil: Menschen mit Rücken-, Nacken-, Gelenk- oder anderen Beschwerden am Bewegungsapparat schlafen oft schlechter. Es entsteht ein Teufelskreis:
Schmerzen führen zu schlechtem Schlaf – schlechter Schlaf verstärkt wiederum die Schmerzen.
Schlaf, Entzündungen und Regeneration:
Ein weiterer wichtiger Zusammenhang betrifft entzündliche Prozesse im Körper. Schlafmangel kann Entzündungsreaktionen fördern. Da Entzündungen häufig mit Schmerzen verbunden sind, können sich Beschwerden zusätzlich verstärken.
Während des Schlafs laufen außerdem zahlreiche Reparatur- und Regenerationsprozesse ab. Muskeln, Gelenke, Bänder und das Nervensystem erhalten die Möglichkeit, sich zu erholen.
Fehlt diese wichtige Erholungsphase dauerhaft, kann sich die Regeneration verzögern und bestehende Beschwerden können länger anhalten.
Stress, Schlaf und chronische Beschwerden
Zu wenig Schlaf erhöht zudem die Ausschüttung von Stresshormonen. Ein dauerhaft erhöhter Stresspegel kann die Schmerzempfindlichkeit steigern und die Entstehung chronischer Beschwerden begünstigen.
Deshalb ist erholsamer Schlaf ein wichtiger Baustein für Gesundheit, Wohlbefinden und eine erfolgreiche Schmerztherapie.
Was tun, wenn Schmerzen den Schlaf verhindern?
Wenn Rückenbeschwerden, Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen oder andere Beschwerden des Bewegungsapparates Ihren Schlaf beeinträchtigen, sollte die Ursache gezielt untersucht werden.
Durch eine individuelle chiropraktische oder osteopathische Behandlung können Funktionsstörungen des Bewegungsapparates erkannt und behandelt werden. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit zu verbessern und damit auch die Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf zu schaffen.
Ihr Chiropraktiker und Osteopath in Hilden
Leiden Sie unter Beschwerden, die Ihnen den Schlaf rauben? Dann unterstütze ich Sie gerne auf Ihrem Weg zu mehr Beweglichkeit, weniger Schmerzen und in Summe besserer Schlafqualität.
Herzlich
Jörg Viehweg, Chiropraktiker und Osteopath in Hilden
P.S. Häufige Frage: Wie viel Schlaf braucht ein Mensch eigentlich?
Der individuelle Schlafbedarf ist zum Teil genetisch bedingt. Neugeborene und Kleinkinder benötigen bis zu 16 Stunden Schlaf pro Tag, da das Gehirn in dieser Lebensphase besonders intensiv lernt und wächst.
Mit zunehmendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis ab. Erwachsene benötigen durchschnittlich zwischen sieben und neun Stunden Schlaf pro Nacht. In dieser Lebensphase steht vor allem die körperliche und mentale Regeneration im Vordergrund.
